Eine ca. 800 Jahre alte Kirche mit allem was dazu gehört zu unterhalten ist eine nicht immer ganz leichte Aufgabe. Für eine kleine Kirchengemeinde sind die finanzielen Möglichkeiten begrenzt. Fragt man beim Kirchenkreis oder bei der Landeskirche nach finanzieller Unterstützung, erfährt man, dass leider nur eine Summe X für über 150 Bauwerke zur Verfügung stehen und dass man da Prioritäten setzen müsse.
Wir wollen nicht verschweigen, dass wir vor drei Jahren bei der Sanierung der Heizung und der Lüftung in der Kirche und in diesem Jahr für die Erneuerung des Glockenturms Zuschüsse aus dem Baufonds des Kirchenkreises bekommen haben. Wir werden uns auch weiterhin um Zuschüsse für die Instandhaltung unserer Gebäude und Außenanlegen bemühen. Wir werden dabei aber nicht bei allen erforderlichen Maßnahmen erfolgreich sein.

Aufgang:
Eine Maßnahme, die wir im kommenden Frühjahr beginnen wollen und die wir mit eigenen Mitteln und Ideen stemmen müssen, ist die Erneuerung des Aufgangs und der Toranlage zur Kirche. Die schweren Eichenpfosten, die das Tor tragen, sind im Erdreich so stark abgerottet, dass die Standfestigkeit fast nur noch aus Gewohnheit besteht. Die Rotsteine, die den Belag der Auffahrt, bzw. des Zugans zur Kirche bilden, sind in den Randbereichen zum Teil unterspült und vom Frost gesprungen. Absenkungen haben zur Folge, dass sich bei Regen große Pfützen bilden, die im Winter gefrieren können.
Es geht also nicht nur darum, dass auch das Umfeld unserer Kirche gepflegt aussehen soll, sondern um die Verkehrssicherungspflicht. Jeder Besucher unserer Kirche und unseres Friedhofs soll und muss sich sicher bewegen können.
Wir sind zur Zeit dabei, die Kosten für die Maßnahme zu ermitteln. Damit wir nicht alles aus unserer bescheidenen Rücklage finanzieren müssen, sind wir für Spenden sehr dankbar.

Hier ein paar Fotos zum aktuellen Zustand:

 

Fenster:
Eine weitere dringliche Maßname betrifft die Fenster der Kirche. Man kann auf dem Weg zum Eingang recht eindrucksvoll sehen, wie es stellenweise um das Holz bestellt ist. Da es hier darum geht, das Erscheinungsbild der Fenster nicht zu verändern, heißt es nicht „Fenster erneuern“, sondern „Fenster restaurieren“. Wir sind zur Zeit dabei in Erfahrung zu bringen, wer handwerklich für eine solche Arbeit in Frage kommt und wie eine solche Mahnahme zeitlich und kostenmäßig realisiert werden kann. In diesem Fall hoffen wir sehr auf Fördermittel. Wir werden über neue Entwicklungen in dieser Sache hier weiter informieren.

 

Wünsche:
Wünsche zu haben, ist ein Grundbedürfnis für jeden Menschen. Wünsche zu haben, das ist auch der entscheidende Antrieb der Menscheit, sich zu bewegen und zu entwickeln. Ideen zu haben, unkonventionell zu sein, das gehört alles irgendwie dazu.
Für die Kirchengemeinde Rodenäs ganz speziell, hat der Vorsitzende des Kirchengemeinderates neben der Verwirklichung der vorgenannten Baumaßnahmen zwei Wünsche:
1. Gestaltung der ca. 500 m² großen Fläche zwischen der Kirchwarft und der Straße (wir nennen es das Projekt „Küsterfenne“) unter Einbeziehung der reetgedeckten ehemaligen Wagenremise als Dorfplatz mit Infotafel, Sitzgelegenheiten, Bepflanzungen und vielleicht sogar mit einer Alternative zu unserem derzeitigen Ehrenmal.
2. Während der Erneuerung unseres Glockenturms und der erstmaligen Erweiterung des Geläuts um eine zweite Glocke ergab es sich, verschiedene Kombinationen von Glockentönen anzuhören. In Verbindung mit den beiden jetzigen Glocken gibt es eine größere und somit tiefere Glocke mit dem Schlagton Fis/1, die zu einem wohlklingenden und einzigartigen Dreiergeläut führen würde.
Wie schon gesagt, es handelt sich hierbei um „Wünsche“.