Die Heinrich-Christiansen-Stiftung:

Der am 26. Januar 1880 in Norderhesbüll geborene Stifter Martin Heinrich Christiansen wurde im Alter von 16 Jahren auf dem elterlichen Hof in Sibbershusum von einem Pferd verletzt. Er starb am 18. März 1896 an den Folgen des Unfalls und wurde auf dem Friedhof in Rodenäs beerdigt. Seine Eltern Johanna und Ludwig Christiansen, die wenige Jahre danach verstarben, hatten nach dem Tod ihres Sohnes 1896 der Kirche eine 1,69 Hektar große Fenne* vermacht. Der Pacht-Ertrag soll seither alljährlich für Weihnachtsgeschenke für die Rodenäser Schulkinder verwendet werden.
Traditionsgemäß findet die Überreichung der Geschenke in jedem Jahr am Sonntag vor Weihnachten im Anschluss an einen Festgottesdienst im benachbarten Gemeindehaus statt, nachdem die Kinder ein Theaterstück aufgeführt haben.

Im Jahr 2016 jährte sich der Todestag von Heinrich Christiansen zum 120. Mal. Kirchengemeinde und zivile Gemeinde haben dafür gesorgt, dass die Inschrift des Grabsteins restauriert wurde. Foto: CM

* Fenne bezeichnet in Nordfriesland die landschaftstypische Weide der Marsch.